Kloster St. Mauritius in Bakonybél zum Konventualpriorat erhoben

Die Ungarische Benediktinerkongregation hat das Kloster Sankt Mauritius in Bakonybél zu einem unabhängigen Konventualpriorat erhoben. Pater Izsák Zsolt Baán OSB ist sein erster Prior.

Gemeinschaft des Klosters St. Mauritius

5 Juni 2026

Pressemitteilung
Ungarische Benediktinerkongregation

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass das Generalkapitel der Ungarischen Benediktinerkongregation auf Beschluss des Konvents der Erzabtei Pannonhalma am 29. Mai 2026 das St. Mauritius Kloster in Bakonybél in den Rang eines Konventualpriorat erhoben hat. Mit dieser Entscheidung wurde das Benediktinerkloster Bakonybél zu einem eigenständigen Mitglied der Ungarischen Benediktinerkongregation.

Der Konvent des St. Mauritius Klosters wählte am 1. Juni 2026 P. Dr. Izsák Zsolt Baán OSB zu seinem ersten Konventualprior, der von Abtpräses Cirill T. Hortobágyi OSB in sein Amt eingeführt wurde.

Das St. Mauritius Kloster in Bakonybél wurde 1018 auf Bitten des aus Bayern stammenden Einsiedlers St. Günter von König St. Stephan gegründet. Die im Mittelalter landesweit bedeutende Abtei wurde während der türkischen Besatzung Mitte des 16. Jahrhunderts zerstört. Um 1700 kehrten die Benediktinermönche nach Bakonybél zurück, doch später führten sowohl die Aufklärung als auch die kommunistische Kirchenverfolgung zu erzwungenen Unterbrechungen der monastischen Präsenz. Zwischen den alten Mauern des Klosters, das 1950 auf staatlichen Druck hin aufgelöst worden war, konnten die Benediktinermönche 1998 dank der Wiedergründung durch die Erzabtei Pannonhalma zurückkehren. Zunächst fungierte die Gemeinschaft als Zelle, später bis heute als abhängiges Priorat.

Das Leben im Benediktinerkloster Bakonybél ist geprägt vom Primat des Gebets, einer würdigen und anspruchsvollen Liturgie, einem brüderlichen Gemeinschaftsleben im gemeinsamen Alltag und körperlicher Arbeit (Kräutergarten, Werkstätten, Tierhaltung). Als Teil der Ungarischen Benediktinerkongregation dient die Gemeinschaft in Bakonybél dem Volk Gottes und verkündet das Evangelium durch die Aufnahme von Pilgern und Gästen, durch geistliche Begleitung, durch das Angebot kontemplativer Exerzitien sowie durch die Übersetzung und Veröffentlichung von Texten der monastischen Tradition ins Ungarische. Derzeit gehören dem Kloster neun Mönche und zahlreiche Oblaten an. Die Gemeinschaft bekennt sich zu ökumenischer Offenheit und zum Schutz der Schöpfung.

P. Prior Izsák wurde 1978 in Komló geboren. Er schloss sein Studium der Philosophie und Theologie in Budapest und Rom ab. Im Jahr 2008 legte er seine feierlichen Gelübde ab und wurde 2012 zum Priester geweiht. Als Prior des ehemals abhängigen Priorats leitet er seit 2019 das Kloster in Bakonybél.

Mit der Erhebung des Benediktinerklosters Bakonybél zu einem eigenständigen Konventualpriorat gehören nun fünf selbstständige Klöster zur Ungarischen Benediktinerkongregation: die Erzabtei Pannonhalma, die Abtei St. Gerhard (São Paulo), das Kloster St. Mauritius (Bakonybél), das Benediktinerpriorat St. Anianus (Tihany) und das Benediktinerpriorat St. Maurus (Győr). Die Ungarische Benediktinerkongregation zählt zu den ältesten Benediktinerkongregationen der Welt. Sie ist die zweite in historischer Reihenfolge gegründete Kongregation und nimmt innerhalb der Benediktinerkonföderation den dritten Rang ein. Gemeinsam mit achtzehn weiteren Kongregationen bildet sie die Benediktinerkonföderation, den Zusammenschluss der Benediktinerkongregationen innerhalb der katholischen Kirche.

Generalkapitel der Ungarischen Kongregation des Ordens des Heiligen Benedikt

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