Bischof emeritus Maximilian Aichern OSB
Benediktinerstift St. Lambrecht
St. Lambrecht, Österreich
31. Januar 2026
Foto: Von Launus – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0
31 Januar 2026
Dr. h.c. Maximilian Aichern OSB, Bischof emeritus von Linz, verstarb am 31. Januar 2026 im 94. Lebensjahr, gestärkt durch die Sakramente der Kirche. Geboren 1932 in Wien, trat er 1954 in die Benediktinerabtei St. Lambrecht ein und absolvierte theologische Studien in Salzburg und am Sant’Anselmo in Rom. 1959 in Subiaco zum Priester geweiht, übernahm er bald Führungspositionen innerhalb seiner Klostergemeinschaft, zunächst 1964 als Koadjutorabt und später als Abt von St. Lambrecht und Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation. 1981 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum 12. Bischof von Linz, ein Amt, das er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005 mit Hingabe ausübte.
Bischof Maximilian wurde schnell bekannt für seine herzliche, zugängliche Art und sein unerschütterliches Engagement für den Dialog. Als begnadeter Brückenbauer setzte er sich unermüdlich für soziale Gerechtigkeit ein und förderte neue Initiativen, die weit über Oberösterreich hinaus wirkten. Er war ein starker Befürworter der Laienbeteiligung – insbesondere von Frauen – im Leben der Kirche und pflegte dauerhafte Beziehungen zu Partnerdiözesen im In- und Ausland. Sein Dienst reichte über die nationalen Grenzen hinaus, da er die Österreichische Bischofskonferenz viele Jahre lang innerhalb der Italienischen Bischofskonferenz vertrat.
Auch nach seiner Emeritierung blieb Bischof Aichern seinem bischöflichen Wahlspruch „In Liebe dienen“ treu. Sein froher Geist, seine pastorale Sensibilität und sein tiefes Gottvertrauen prägten sein Leben und Wirken bis zuletzt. Er erinnerte die Gläubigen oft daran, die Freude am Menschsein und Christsein nie zu verlieren – eine Botschaft, die er mit gelassener Überzeugung verkörperte. Sein Vermächtnis an Mitgefühl, Offenheit und Hoffnung lebt in den vielen Gemeinschaften weiter, die er berührte, und sein Leben im Dienst bleibt ein bleibender Aufruf, Christus mit Demut und Liebe zu folgen.

